Menschenrechte in Mexiko und die zapatistische Autonomie

Am Freitag, den 19. Oktober berichtet um 20:00 Uhr ein soeben zurückgekehrter Menschenrechtsbeobachter in Wort und Bild über die aktuelle Situation in Chiapas, Mexiko. Veranstaltet wird der Vortrag von der Gruppe B.A.S.T.A.
Seit 1994 baut die basisdemokratische Bewegung der Zapatistas im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas an einer anderen Gesellschaftsordnung. Die dort lebenden Indigenen kämpfen für eine Welt ohne kapitalistische Ausbeutung, rassistische Diskriminierung und patriarchale Unterdrückung. 1994 besetzten sie Ländereien der Großgrundbesitzer und bemühen sich seither mit der Etablierung von Projekten im Gesindheits-, Bildungs-. Produktions- und Verwaltungsbereich um den Aufbau einer solidarischen und ökologisch orientierten Gesellschaft.
Allerdings ist ihr emanzipatorisches Experiment bedroht. Lokale Machthaber, Parteifunktionäre, Großgrundbesitzer, Privatunternehmer und Paramilitärs wollen die Zapatistas von ihren Ländereien vertreiben, um dort kommerzielle Agrar- und Tourismusprojekte zu realisieren. Die zapatistische Bewegung leistet gegen diese Bestrebungen kontinuierlich zivilen Widerstand.

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